herz-hormone-Amenorrhoe

Du hast das Gefühl du machst alles richtig: du ernährst dich gesund (clean/fettarm/vegan/paleo…), treibst viel Sport, schläfst jeden Tag min. 8 Stunden, trinkst ausreichend Wasser… und dennoch wollen sich deine Hormone nicht richtig einstellen? Dann ist dieser Artikel genau das richtige für dich! Denn oftmals sind die vermeintlich „gesunden“ Lebensweisen gar nicht so gesund wie eigentlich gedacht:

Vielleicht gehörst du auch zu denjenigen, die als DIE Sportskanone oder DER Gesundheitsguru in der Familie und im Freundeskreis betitelt wird?
Ich bin so ein Mensch. Beinahe jede Diät wurde zumindest einmal ausprobiert, jedes Lebensmittel beim Einkaufen studiert und auch im Sport bin ich immer auf der Suche nach Neuem was mich mehr fordern kann. Ob Laufen, HIIT, Spinning/Biken oder Tennis. Alles was mich bewegt macht mir Spaß und kann gerne auch 6 Tage die Woche gemacht werden.

Extrem? Für mich war es das eine ganze Zeit lang nicht.
Warum auch? Wenn ich mich doch gut fühle und Energie habe, warum dann nicht auch länger/härter trainieren?

Natürlich ist nichts falsch daran sich gerne zu bewegen und sich gut ernähren zu wollen, doch sollte das in einem möglichst harmonischen Gleichgewicht mit dem restl. Körper und dessen Bedürfnissen stehen.

Dass das nicht ganz der Fall sein kann, wurde mir spätestens nach 4-jähriger Abstinenz meiner Periode klar. Ok, klar, wurde es mir bereits nach einigen Monaten, aber da schob ich es immer noch gem. mit meiner Frauenärztin auf das Absetzten der Pille (nach über 12-jähriger Einnahme). Doch auch als sich nach einem weiteren Jahr nichts einstellen wollte, wurde mir bewusst: da muss noch mehr im Argen sein. Der Fachbegriff für das Ausbleiben der Periode nennt sich im übrigen „Amenorrhoe“ und so „cool“ wie ich es zu Beginn empfand MAL keine Tage haben zu müssen, so sehr wünschte ich mir nach all den Jahren genau diese wieder zurück!

Denn mit dem simplen NICHT-HABEN der Periode taten sich auch mit der Zeit eine Vielzahl anderer Symptome auf:

  • Depressive Verstimmungen (weinerlich)
  • Launenhaftigkeit und Gereiztheit
  • Hautprobleme (Akne und Entzündungen)
  • Blähungen / Verdauungsstörungen
  • Wassereinlagerungen
  • Stetige Gewichtzunahme
  • Libidoverlust

… um mal die größten Baustellen zu nennen.

 

Seine Tage nicht zu haben und/oder einen unregelmäßigen oder schmerzhaften Zyklus zu haben ist ein Indiz für ein Ungleichgewicht im Körper. Die Ursachen können hierbei natürlich so unterschiedlich wie Ihre Symptome sein, aber vielleicht hilft es dir wenn ich in diesem Artikel zumindest von meinen besten Tipps spreche.

Diese generellen Tipps beziehen sich heute vor allem auf den Part Periode wiederbekommen.

Alle anderen aufgezählten Symptome sind zum Teil durch meinen wieder erlangten, regelmäßigen Zyklus zurückgegangen oder wurden zusätzlich mit anderen Helferlein kuriert auf die ich in diesem Artikel heute nicht spezifisch eingehe. Aber, Fortsetzung folgt! ?

 

 

Tipp 1: Mache dir ein Bild von deinem Zyklus.

„Sehr witzig, Patricia! Ich habe doch keinen!“ wirst du dir jetzt vielleicht denken.
Ich kann dir aber sagen: das stimmt nicht. Du magst zwar keine Periode haben, aber dennoch durchläuft dein weibl. Körper einen – wenn auch unregelmäßigen – Zyklus.
(Schau doch hierzu auch mal auf diesen clearblue.com Artikel vorbei. Ich finde dort haben Sie es ganz schön erklärt.)

 

hormone-zyklus
Das simple Aufschreiben in einen Kalender über div. Symptome über einige Monate hinweg kann dir schon gute Aufschlüsse über deinen Zyklus geben.

Das können Anzeichen wie: Aufgeblähtheit, Pickel (insbesondere am Rücken oder am Kinn), Depressive Verstimmungen etc. sein was oft mit dem jeweiligen Hormon-Hoch-Tief (siehe Grafik) zusammen hängt.

Ich persönlich finde Menstruations-Kalender-Apps sehr hilfreich und praktisch für genau solche Zwecke.

Ich selbst nutze den Flo Menstruationskalender. Auch den Kalender von Emily Powell kann ich empfehlen.*
(Findest du beide im App Store)

flo-menstruationskalender

powell-menstruationskalender

 

 

 

 

 

 

 

 

* not sponsored

 

Tipp 2: Bringe dich ins Gleichgewicht

Deine Ernährungs- und deine Sportroutine müssen in Harmonie mit deinem Körper und seinen Bedürfnissen stehen.

Wenn du zum Beispiel zu viel Östrogen produzierst dann solltest du nach Möglichkeit Lebensmittel vermeiden die genau diese noch erhöhen (Soja, Kaffee, Alkohol etc.)
Beim Ausbleiben der Periode ist meist das Östrogen sowie das Progesteron zu niedrig (Progesteronmangel). Wenn du wie ich eine lange Zeit die Pille genommen hast, kann es jedoch sein dassde in Östrogen im Hinblick auf dein Progesteron dominiert (Östrogendominanz). Bei einem vorherrschenden Progesteronmangel kann z.B. mit Kräutern wie Rosmarin, Basilikum, Beifuß schon einiges verbessert werden. Auch helfen Tees (Zyklus Tee 1 & 2) vornehmlich aus Frauenmantel, Schafgarbe oder Ingwer. Jod-Supplementierung, Mönchspfeffer und Cremes mit naturidentischen Hormonen*, genau wie Homöopathie (Buchtipp hierzu) können ebenfalls sehr gut regulierend und unterstützend helfen.

(* Gerne kann ich dir hierzu noch detailliertere Infos zukommen lassen, frage mich gerne in einem gem. Coaching danach, denn wild verlinken möchte ich hier nichts ohne deinen Hintergrund zu kennen.)

Auch wenn ich mich hier heute nicht in Details verlieren möchte, im Großen und Ganzen ist es wichtig darauf zu achten, dass es deinem Körper nicht an den WICHTIGSTEN NÄHRSTOFFEN mangelt. Ohne diese kann sich kein regelmäßiger Zyklus entwickeln.

Gerade im Sportbereich gibt es unzählige Diäten und Ernährungsstrategien. Doch die meisten sind nicht für eine langfristige ideale Ernährungsweise für FRAUEN und ihre so empfindlichen, hormonellen Bedürfnisse ausgerichtet. Wir Frauen brauchen vor allem MEHR FETT. Fett ist eines der wichtigsten Makronährstoffe für unser Hormonsystem und Wohlbefinden. Gerade der Verzicht auf eben solches wird in der heutigen Gesellschaft als besonders „gesund“ propagiert.

Ich selbst habe diesen Mythos jahrelang geglaubt und als Veganerin (extrem) gelebt.
Fettarm (vegan) war leider rückblickend auch eines der größten „Gegner“ die mich davon abhielten mein hormonelles Gleichgewicht für so lange Zeit (immerhin 4 Jahre!) nicht zu erreichen.

 

Tipp 3: Recherchieren & Fokussieren

Schnell wird man im Netz fündig wenn man sich anfängt zum Thema Amenorrhoe schlau macht. Es gibt eine Vielzahl an Büchern und Literatur zu diesem Thema und natürlich hat auch jeder so seine Meinung und Ansichten. Ich persönlich habe mich ausführlich im Netz und mit Hilfe von guter Literatur informiert und ich kann das auch sehr weiterempfehlen. Jedoch habe ich für mich herausgefunden, dass einen Vieles nur noch mehr kirremachen kann. (Erst Recht, wenn du an einer Essstörung/essgestörten Vergangenheit leidest).

All die Ernährungs- und Gesundheitstipps in Ehren, aber letztlich zählt der eigene Körper und die eigenen Bedürfnisse. Fokussiere dich daher auf die wichtigsten Säulen die dich ins Gleichgewicht bringen und dir guttun.

Bei mir waren es:

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  • Mehr essen. Vor allem mehr Fett (und Protein)
  • Keine Extrema mehr im Sport und in der Ernährung. Auch kein Veganismus mehr.
    Stattdessen: Sanfte Bewegung und intuitiver, ausgewogener Ernährung
  • Sportpause: 8 Wochen lang KEINEN SPORT. KEINEN! Nur sanfte Bewegung (Spazieren gehen, ruhiges Yoga)
  • Zeitweise als Kur: Jod, Mönchspfeffer, Frauenmantel- und Schafgarbentee und eine homöopathische Progesteroncreme

Alles andere habe ich dann nach und nach verfeinert, verbessert oder abgesetzt.

Dann hoffe ich, konnte ich dir in diesem Artikel ein bisschen weiterhelfen und dir Tipps auf den Weg geben die auch deinem Zyklus wieder auf die Sprünge helfen.

Eine Fortsetzung mit spezifischeren Tipps und Helferlein wird auf jeden Fall folgen.

Falls du aber jetzt schon Fragen haben solltest, zögere nicht diese einfach hier in den Kommentaren zu stellen.

 

XOXO

♥Deine Patricia