Meine besten Tipps zum Einstieg in eine befreite Ernährungs- und Lebensweise

Immer wieder werde ich gefragt wie ich mich von meinem (damals veganen und davor Kalorien-gesteuerten) Ernährungsregime lösen konnte und was meine besten Tipps wären für den Einstieg in ein Intuitives Ernährungsverhalten.

Zu allererst muss ich aber sagen, dass es nicht DEN EINEN Weg gibt. Jeder hat eine andere Vorgeschichte und einen anderen Ausgangspunkt. Ich werde hier aber gerne mein BEST OF an Tipps mit euch teilen die mir besonders gut auf dieser Reise geholfen haben und evtl. auch dir helfen können.

Buchempfehlung Intuitiv abnehmen

Buchempfehlung
Intuitiv abnehmen

Auch möchte ich dir vorab das Buch INTUITIV ABNEHMEN
jedem ans Herz legen mit dem bei mir damals der Stein erst so richtig ins Rollen kam. Daher meine absolute Buchempfehlung an dich.

Wie bereits erwähnt hat jeder seine ganz eigene Herangehensweise und meine verlief selbst nie stetig. Um ehrlich zu sein las ich zu Beginn zwar das Buch, doch so richtig KLICK hat es erst Monate später bei mir machen sollen.

Mein Weg hin zu einem intuitiven Esser begann mit dem Boykott meines eigentlich all morgendlichen Wiege Regimes. Dazu muss ich sagen, dass ich einige Monate zu dieser Zeit intensiv mit dem Krafttraining begonnen hatte und ein stetiger Gewichtsanstieg auch stark mit dem Muskel- und Kraftzuwachs korrelierte bzw. korrelieren konnte. D.h. wann immer ich auf der Waage stand und sah, dass diese mal wieder Mehr anzeigte konnte ich nur schwer sagen ob das nun Fett oder Muskeln oder Wasser war was ich da angezeigt bekam.

 

Somit entschied ich eines Tages das Wiegen vorerst sein zu lassen, denn offenkundig brachte es nicht viel. Das Wiegen wurde somit von Woche zu Woche weniger bis ich es schließlich ganz sein lies. Dieser Schritt war, jetzt im Nachhinein betrachtet wohl der Wichtigste.

Tipp Nr. 1 ist also ganz klar: Waage weg!

Die Waage ausser Reichweite zu bringen hat genau wie der folgende

 

Tipp Nr. 2 Kalorien-Tracking-Apps löschen

eine ganz essentielle Aufgabe: das Gefühl für den eigenen Körper wieder zu erlernen. Denn beide Überwachungs-Tools (Waage und Apps) haben einen großen, oft unterschätzen, Nachteil: Sie zeigen dir nicht nur an, wenn du zunimmst oder zu viel gegessen hast, sondern auch, wenn du abgenommen bzw. zu wenig gegessen hast!

Wenn dein Ziel eine gesunde Gewichtsreduzierung sein sollte, kann es hinderlich sein zu sehen, dass man abgenommen hat. Denn instinktiv fängt man nicht selten dann damit an sich für seinen Fortschritt (unnötig) zu belohnen.

Auch wenn ich nicht das Ziel hatte Gewicht abzunehmen, mich hat die Zahl auf der Waage oft wirklich kirre gemacht und wenn meine App mir anzeigte ich hätte noch 300 Kcal übrig, dann habe ich mir noch etwas gegönnt obwohl ich doch eigentlich schon angenehm satt war.

Mein Ess-Verhalten wurde also, wenn auch oft unterbewusst, stark von solchen Zahlen und Vorgaben beeinflusst.

Erst, als ich mich von Waage und Kalorien-Zählern löste konnte ich an meinem natürlichen Bauch- und Hungergefühl arbeiten!

(Dazu auch mehr im o.g. Buch oder in meinem Ernährungs-Guide).

 

Der 3. Schritt bestand darin das Sportpensum zu senken.

 

Auch wenn ich nie gedacht hätte, dass ich diesen Weg einschlagen werde, aber ich habe tatsächlich meine Mitgliedschaft im Sportstudio gekündigt. Dies hatte zwei wichtige Gründe:

Zum einen habe ich das Bedürfnis gehabt einfach mal eine Pause zu brauchen und nur noch auf sanften Wohlfühlsport/Bewegung zu setzten. (Außerdem haben mich meine 7 Minuten täglich schon ziemlich erfüllt und gerade im Sommer ist Radeln, Schwimmen, Laufen eh draußen schöner!)

Zum anderen, hatte ich wieder mit Unregelmäßigkeiten mit meiner Periode zu kämpfen. Nach fast 4 Jahren Amenorrhöe (welche ich wieder in den Griff bekommen hatte!) waren mir meine Tage beinahe heilig.

Seine Tage nicht oder unregelmäßig zu bekommen ist IMMER ein Zeichen, dass etwas einfach nicht stimmt bzw. aus der hormonellen Balance geraten ist.

Ich sag das auch hier noch einmal in aller Deutlichkeit:
eine hormonelle Balance ist der Schlüssel zum Wohlbefinden.

Hormone regeln nicht nur deine Periode, sie steuern auch viele weitere Abläufe in deinem Körper. Vom Schlaf- Wach-Rhythmus angefangen bis hin zur Appetitregulierung/Sättigung, Energielevel, Stoffwechsel, Fettverbrennung/-Speicherung, Sexualität und Vieles mehr!

Deine Hormone möchtest du daher lieber nicht zum Feind haben.

Mit Herunterfahren meines Sport-Pensums und hin zu einem smarteren (7 Minuten HIIT Workouts, mehr in der Community) und ebenfalls intuitiven Trainings regulierte sich nicht nur meine Periode wieder, auch mein Hungergefühl kam wieder ins Lot, welches Zeitweise extrem aus der Bahn geraten Schien (Essattacken, Völlegefühl, Verdauungsschwierigkeiten…).

Und mit einem gemäßigterem, natürlichem Hunger-/Sättigungsgefühl lässt es sich natürlich auch einfacher intuitiv essen!

 

Mein 4. Tipp den ich dir auf den Weg geben kann, ist sich bewusst von allem was einen negativ triggert zu befreien.

  • Das fing in meinem Kleiderschrank mit der viel zu enge Hose vom letzten Sommer an, die mich jedes Mal daran erinnerte, dass meine Beine nun kräftiger zu sein scheinen à Weg mit ihr ✓
  • Das kann auf Instagram eine Persönlichkeit sein, die mir ständige vorgaukelt, dass weniger ja mehr sei à Profil deaboniert ✓
  • Das können ständige Bücher/Filme/YouTube Videos über das Thema Essen,  Ernährung nach Diät XY sein à bewusst nicht gucken bzw. Diät-Bücher gegen einen schönen Roman eingetauscht ✓

Mir hat das wirklich sehr geholfen hier auch etwas radikaler Auszumisten denn erst als ich mich von all dem getrennt hatte, habe ich gemerkt wie (z.T. auch unterbewusst) mich all diese Persönlichkeiten, Bücher, Kleidergrößen u.v.m. in meinem Denken und intuitiven Handeln beeinflusst und gebremst hatten.

Und jetzt, wo alles Bremsen Auszug erhalten hatte und Platz für Neues war, folgte der nächste Schritt:

Ich fing an mich nur noch mit Dingen und Menschen zu umgeben die mir gut taten und mich in meinem Handeln pushten, statt bremsten. Daher mein

 

Tipp Nr. 5: Lass Positives Einzug erhalten!

Das fing bei mir auf Instagram an und hörte bei meinem „echten“ Freundeskreis auf! (wobei ich dir bei Zweiterem wenig helfen kann ? )

Die liebe Sarina Nowka (Insta Profil) zum Beispiel, die Ihre neuen Rundungen genau so liebt wie ihr frühere (dünne) Figur oder das Team von Fit Trio (www.fit-trio.com) die auf sehr sypathische Art und Weise verdeutlichen wie fake und beeinflussbar sozial Media sein kann fand ich für meine Reise sehr inspirierend/helfend.

Auch liebe ich es Podcasts zu hören und auch hier habe ich ein paar Empfehlungen für dich.
Die liebe Christy Harrison (www.christyharrison.com) leistet meiner Meinung nach einen bemerkenswerten Job. Body Positivity (sprich sich selbst zu lieben und akzeptieren wie man ist) und eine intuitive Ernährungsform sind ihre Steckenpferde.
Die liebe Amber Romaniuk (Amber approved) greift in Ihrem Podacst NO SUGARCOATING vor allem die Themen Binge Eating, Essstörung, Gewichtsmanagement und Selfcare auf.
Und auch die liebe Summer Innanen (summerinnanen.com) will ich euch nicht vorenthalten. Alleine der Titel „fearless rebelle radio“ spricht schon für sich.

Diese Mädels haben wirklich mein Selbstbewusstsein so richtig gepusht und mich auf meinem Weg raus aus dem Diät-Denken immer wieder aufs Neue ge- und bestärkt.

Die liebe Unsicherheit ist der größte Störenfried der dir auf deiner Reise begegnen zum Selbstbestimmten Essen und Leben begenen kann! Aber mit solchen positiven Verbündeten lässt sich diese Gegnerin gleich viel leichter aus dem Weg räumen!

Und jetzt, wo ich selbstbewusst und mutig genug war mich von all den Essens-Regeln zu befreien musste ich meine Ziele neu definieren und vor allem das Thema „Ernährung“ zu meinem Ding machen.

Somit ist mein letzter Tipp an dich:

 

Tipp 6: Mach Ernährung zu DEINEM Ding

Ich fing wieder an mich mit dem Thema „Ernährung“ zu befassen.

Diesmal aber nicht aus dem diätischen, sondern dem wissenschaftlichen und ganzheitlichen Aspekt heraus (daher auch später meine Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin).
Was nährt meinen Körper?
Was kann ich ihm geben (statt entziehen)?
Was tut mir wirklich gut und was nicht?

Es gibt kein GUT und BÖSE wenn es um Ernährungsweisen geht.
Es gibt nur gute und weniger gute GRÜNDE bestimmte Lebensmittel zu essen – oder eben nicht!

Der Teller wurde jetzt als eine Art Nährstoff-Lieferant als wie der Feind mit bösen Kalorien angesehen.

Ernährung machte auf einmal richtig Spaß und ich probierte ständig neue Sachen aus. Auch die früher “Verbotenen“!

Und es fühlte sich so verdammt gut an so “rebellisch“ zu sein ^^

Mein Geldbeutel musste ganz schön was mitmachen, denn vor allem auswärts zu Essen machte jetzt wieder so richtig Freude.

Ich honorierte Stück für Stück nicht nur meinen Hunger, sondern auch meinen Appetit und je mehr ich mir erlaubte alles zu essen wann und was immer ich wollte, desto leichter viel es mir auch wiederrum in Zeiten von keinem echten Hunger auch wirklich nichts zu essen.
Selbst, wenn die größten Verlockungen vor mir standen (Kuchen, Kekse, Weingummis…).

Dass ich all dem ohne Zwang je widerstehen könnte fand ich eine sehr schöne neue Errungenschaft auf meiner Reise zur Intuitiven Esserin.

Ich merkte richtig wie ich allmählich zu einer selbstbestimmten, befreiten Esserin ganz ohne Regeln wurde und das fühlte sich wirklich wundervoll an!

(Wie fahren ohne Navi! Endlich konnte ich meine Ziele ganz ohne die Hilfe Landkarte und Navigations-Technik von alleine erreichen ?!)

 

Intuitiv-Essen-Brenner-Muenchen

Mein Mantra
ICH ESSE WAS IMMER ICH WILL WANN IMMER ICH WILL
war nun nicht mehr nur ein Wunsch- sondern mein Alltagsgedanke.

Auch wenn das nicht heißt, dass ich nun alles esse!
Aber ich kann!! Und ich kann NEIN sagen, wenn ich satt bin und nichts essen, wenn ich keinen Hunger habe… Auch das ist OK und war ebenfalls ein Lernprozess.

Somit kam auch nie ein Verbot-Gedanke auf und musste auch nie mit totaler Völlerei (z.B. via unnötigen Cheats) kompensiert werden. Auch nasche ich ganz bewusst regelmäßig damit gar nicht erst ein Diätgedanke aufkommt.
Ich esse Burger und Pizza und wiederum viel Obst, Rohkost und Salate.
Alles hat seinen Platz in meinem Leben und alles seine Zeit an dem es genau das eine oder andere braucht. Sei es für den körperlichen oder den seelischen Hunger.

Ich hoffe, dass dir meine Tipps und mein Weg ein wenig helfen und dich inspirieren konnten dich auch locker zu machen wenn es um das Thema Ernährung geht. Ich habe es zu keiner Zeit bereut und bin mittlerweile so dankbar mich nun nach keinem Regime mehr ernähren zu müssen.

Mein Körper versteht mich und ich ihn und wir sind mittlerweile ein echt eingespieltes Team ?

Meine Figur hat sich mittlerweile zu einer gesund schlanken und vor allem fitten Figur gewandelt und meine Energie reicht nicht mehr nur noch für Sport, sondern fürs LEBEN mit all seinen schönen und vor allem kulinarisch wertvollen Facetten, die ich seither keine Sekunde mehr missen möchte…

 

XOXO

Patricia